Renate Haimerl Broschs Objekte

#renatehaimerlbrosch #straubing #ritterstiftung @wagnerweigl

Herzlichen Glückwunsch Renate Haimerl Brosch zum Kunstpreis der Dr.-Franz-und-Astrid-Ritter-Stiftung. Die sehr inspirierende Ausstellung im Weytterturm in Straubing ist bis zum 4. August 2019 zu sehen.

Renate Haimerl Brosch spricht über ihre Ausstellung im Weytterturm anlässlich der Kunstpreisverleihung der Ritter-Stiftung (Foto: StW)

„Meditationsknoten heißt die raumfüllende Arbeit in der Mitte.
Es ist ein Gespinst aus kleinen und größeren paarweise angeordneten Kringeln, geformt mit einer Bastelzange und großzügig miteinander verbunden. Die einzelnen Kringel stehen in Verbindung zueinander und so entsteht ein Bild, das gleichermaßen für die Verbindung von Menschen zueinander stehen könnte. Gestaltend wirkt dabei nicht das Material an sich, sondern der Zwischenraum. (…)

Auch hier begegnet Haimerl Brosch dem Göttlichen mit sehr viel lebendiger Bodenhaftung. So unglaublich irdisch zaubert sie das Erhabene hinein in das Alltägliche.

Zu den neueren, ebenfalls von jener Indienreise inspirierten Arbeiten gehören außerdem die Rathas. Das Wort Ratha kommt aus dem Sanskrit und bezeichnet hölzerne Tempelwagen. Bis zu 17 Meter hoch führen sie ihr wankendes Eigenleben. Auf Prozessionen ruckeln sie dahin wie unberechenbar tapsende Riesen.

Was diese Fuhrwerke transportieren?

Diese göttliche Spedition ganz oben im Weytterturm bringt Phantasie, Kreativität, den Glauben an die Versöhnung von Gegensätzen, das Eintreten für die Schöpfung und die göttlichen Funken, ohne die weder Kunst noch Veränderung möglich sind.

Diese göttliche Spedition transportiert Ideen und Erinnerung. Das sind Substanzen, die unsere Gesellschaft dringend braucht. Sie verdienen polizeilichen Begleitschutz ebenso wie die Auszeichnung durch die Dr.-Franz-und-Astrid-Ritter-Stiftung.

Danke Renate, dass Du das Erhabene im Alltäglichen findest und diesen Blick und diese Erkenntnis in Deiner Kunst mitteilst und anschaulich machst.

Danke, dass Sie mir zugehört haben.

(Auszüge aus meiner Laudatio anlässlich der Verleihung des Kunstpreises der Dr.-Franz-und-Astrid-Ritter-Stiftung in Straubing am 28.06.2019)

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